Odyssee im Webraum 2012 (E1)

Episode 1: Volle Kraft voraus

Seit mehr als 12 Jahren beschäftige ich mich nun schon mit diesem “Internet” und all den Dingen, die es mit sich bringt – Themen, die es öffentlich macht, aber auch Technologien, die es vorantreibt. Noch vor wenigen Jahren war Webentwicklung in den meisten Fällen: Code schreiben, FTP-Programm an, Dateien hochladen, URL eintippen, Ergebnis anschauen. DNS-Eintrag ändern. Live!

Doch das Netz hat sich weiterentwickelt. Die Anforderungen sind gestiegen. Immer mehr Bildschirmgrößen kommen hinzu. Plötzlich hat jeder am Arbeitsplatz einen 24″-Monitor und dennoch surft er mit seinem Smartphone auf 320px. Die Displays werden immer besser und schärfer, aber dennoch muss auf die KB-Zahl geachtet werden. Am Ende hat dann der Kunde doch einen IE7 und alles andere ist hinfällig.

Die letzten 2 bis 3 Jahre waren mehr als nur eine Ansammlung von Schlagwörtern wie Mobile, Multi-Device, Responsive Design, CSS3 und HTML5.

Der Kunde gibt sich mit dem Standard nicht mehr zufrieden – geht aber auch ungern einen Kompromiss ein.

2005 fuhren wir noch gut, dem Kunden mitzuteilen: Ihre Seite läuft auf allen gängigen Browsern der letzten beiden Versionen. 2005 war dies der Firefox 1.5 und 1.0 (mit fast identischer Engine) – wobei die Version 1.0 schon ein Jahr lang auf dem Markt war. Heute bedeutet dies: Der Besucher muss in den letzten 2 Monaten seinen Browser aktualisiert haben.

Ich möchte in den nachfolgenden Artikeln einen kleinen Überblick geben: über Technologien, Workflows und Frameworks, die man im Auge behalten sollte und wenn möglich auch einfach mal benutzt.

Episode 1.1: Kanonen und Spatzen

Immer wieder stellt sich die Frage: Wie bleibe ich als Web-Entwickler / Designer / Konzepter überhaupt auf dem neusten Stand? Werde ich vielleicht auch einfach zu alt? Nein, zu alt wohl nicht – man sollte den Reiz des Neuen aber wieder herstellen. Ein wichtiger Faktor: Zeit. Ein übler Mitspieler: Unter- und Überschätzung.

Es gehört zu unserem “Handwerk”, unsere Technologie zu verstehen und die Entwicklung einzuschätzen und zu begutachten. Doch Zeit alleine reicht natürlich nicht. Die richtigen / wichtigen Quellen finden, ist der andere Teil.

Egal, ob es sich dabei um Usergroups, Bar-Camps, Konferenzen oder Arbeitsgruppen handelt – ein “reeller” Austausch ist das A und O.

Doch wer mitreden will – muss lesen. [Linkliste gibt es unten]

Um sich in all die Themen einzufinden, ist es wichtig, mit kleinen Aufgaben und Projekten nebenbei zu starten.

Bei jedem „größeren“ Projekt stellen sich jedoch die Fragen:

  • Erfüllt die Technologie bzw. das Framework die Anforderungen an das Projekt?
  • Hat das Projekt eine kurze Laufzeit? Oder muss ich es über längere Zeit pflegen und/oder erweitern?
  • Was passiert, wenn ich mich irre? Die Anforderungen unterschätze oder den Einstieg in die Technologie nicht so schnell finde?

Um das zu vermeiden, sollte man einen 2. Blick auf all das werfen:

  • Traue ich meinem Team diese Technologie zu?
  • Gibt es im Unternehmen weitere Personen mit Know-how? Kann ich mir notfalls das Know-how dazu kaufen?
  • Von welchen Technologien höre ich immer und immer wieder?
  • Welche sind die “Big Players”?
  • Lasse ich dem Designer und Konzepter genügend Spielraum?
  • Wie hoch ist die Lernkurve bei evtl. neu eingesetzten Frameworks oder Technologien?
  • Welchen “Benefit” habe ich nach dem Projekt?
  • Welche Kultur möchte ich im Unternehmen verbreiten?

Manchmal genügt es auch, einen Blick auf GitHub zu werfen um rauszufinden, wie weit die Community bereits ist.

Wichtig ist es, eine Entscheidung zu treffen. Dabei darf man jedoch nicht die Interessen des Unternehmens oder des Kunden gefährden oder gar außer Acht lassen.

All diese Fragen / Punkte sollte man auf ein Blatt Papier bringen und beantworten. Vielleicht ein, zweimal darüber schlafen oder sich mit Außenstehenden beraten. Das Für und Wider abwägen und sich dann entscheiden. Chris Coyier ist der Ansicht: „If you stopped reading any dev tech news for a year, you could catch up in a week”.

Ganz so sehe ich das nicht J, aber ich glaube, jeder sollte für sich entscheiden, inwieweit er „up2date“ sein und bleiben möchte.

In diesem Sinn: „happy reading“.

CSS:

JS & HTML:

Web-Magazine / Tutorials / Web-Talks:

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  • Paul Irish (I want the web to win • Chrome dev relations • currently fascinated with front-end tooling and browser devtools • big fan of sorbet, research and whimsy)
  • Alex Sexton (JavaScripter. Modernizr Team member. Created Yepnope, MessageFormat.js. jQuery subteam member. Whiskey.)
  • Chrome Developers (News and announcements for developers from the Google Chrome team.)
  • Smashing Magazine (Vitaly Friedman, editor-in-chief of Smashing Magazine, an online magazine for professional Web designers and developers.)
  • Peter Kröner (HTML5)
  • Sylvia Egger (accessibility & web standards hindu: believes in endless reincarnation of code, special focus on WordPress accessibility, dada author & artist #a11y #wp)
  • Yeoman (Modern workflows for modern webapps.)
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  • CGNJS (Your friendly JavaScript user group from Cologne. We meet every 2nd Tuesday, come over and enjoy the community.)
  • hakimel (JavaScript coder and CSS tweaker • Lead Interactive Developer at Qwiki • Creator of @sketchtoy and @rvlio)

Vorschau: Episode 2: Warp 10 – Moderne Workflows…

Pixelpark

am 08.01.2013

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